Aus der Art geschlagen
Tiefgrau hat sich über die Stadt gelegt. Eigentlich hat die Evolution ja für Weinbergschnecken in diesen Monaten eine winterliche Kältestarre vorgesehen – sie ziehen sich in ihr Haus zurück, mauern die Tür zu und verlieren bis zur Reaktivierung im Frühjahr etwa 10-15 Prozent ihres Ausgangsgewichts.
All das würde mir auch nicht schaden! Aber irgendwie bin ich aus der Art geschlagen: Ich kriege das mit der monatelangen Passivität und dem Runterfahren des Stoffwechsels einfach nicht hin! Sehr bedauerlich!
Also muss ich auch solche Tage des Grau(en)s hinter mich bringen. Und mich durch Laufen bei Laune halten. Aber das will heute nur bedingt gelingen. Irgendwie fühlt sich alles verspannt, unlocker und unrund an. So lasse ich es nach einem 40-Minuten-Ründchen gut sein – und statt der letzten 20 Laufminuten, die noch geplant waren, gibt’s ein ausgiebiges Dehnprogramm, vor allem für die Waden. Zwingen will ich momentan nichts.
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Laufen und Zwingen sollten auch nie im Zusammenhang stehen, liebe Anne.
Dann an einem solchen Tag lieber etwas weniger und unter besseren Bedingungen dann wieder durchstarten.
Schön, dass Du Dich nicht einmauerst. Wäre schade, solange nichts von Dir zu lesen.
Liebe Grüße
Volker
Da hast du recht, lieber Volker, “Zwingen” ginge allenfalls dann, wenn simple Lustlosigkeit der Grund für das unrunde Laufen wäre. Morgen läuft es bestimmt wieder besser!
Und zum Einmauern schreibe ich viel zu gern …
Liebe Grüße aus dem Bleigrau
Anne
Wird Zeit, dass du deinen Namen änderst, überlege gerade ernsthaft, was für dich passen würde, aber vielleicht fällt uns noch etwas ein. Lass die Weinbergschnecken, Schnecken sein, du hast keinerlei Ähnlichkeiten aufzuweisen: du trägst vielleicht einen dicken Panzer (obwohl ich auch das bezweifle), schlürfst nicht zäh durch die Prärie, schon gar nicht lautlos, versteckst dich bei Gefahren nicht in deinem Häuschen, sondern stellst dich, wo bitte sind da noch Parallelen mit einer Weinbergschnecke ? Oder was meinst du ?
Arbeite nicht so viel !
Tja, mal überlegen … Igel vielleicht? Gazelle & Co scheiden aus, Elefant, Nilpferd und Rhinozeros auch (so laut komme ich dann doch nicht dahergetrampelt). Ach, irgendwann fällt uns was ein. Und bis dahin bleibe ich eben Frau Weinbergschnecke!
Ich gebe mir Mühe – heute bin ich mal faul!
Der Herr an meiner Seite: Geriana – und keiner weiß Bescheid !
Liebe Grüße an den Herrn an deiner Seite!
Liebe Anne,
)
wie schriebst du noch? “Ein Tag wird gut, wenn ich ihn dazu mache.”
Manchmal fällt das richtig schwer. Manchmal, reicht es aber, die Perspektive zu wechseln. Draußen ist alles Sch###? Da gibt es doch bestimmt Dinge, die du schon immer in Ruhe drinnen erledigen wolltest. (Ich spreche jetzt nicht von Aufräumen und Hausputz.
Und die Weinbergschnecke? Du bist anscheinend der lebende Beweis dafür, dass die Evolution manchmal auch schneller als in ein paar Jahrmillionen voranschreitet. Im Laufe der Zeit wird sich garantiert ein Name für die neu entstandene Art finden. Da bin ich zuversichtlich.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenenede,
Birthe
Liebe Birthe, letztlich wurde der Tag auch noch einigermaßen gut und rund! Die täglichen Ärgernisse waren im Grunde zu banal, um sich von ihnen runterziehen zu lassen.
Und den Namen für die neue Art werden wir ins der Tat noch finden – da ist Kreativität gefragt!
Liebe Grüße und viel Erfolg am Wochenende
Anne
Im Schlaf Gewicht zu verlieren, das würde mir auch gefallen. Da beneide ich auch das Murmeltier darum. Den harten Winter zu verschlafen und schlank in der Frühjahrssonne aufzuwachen. Außerdem, wer weiß was so ein Murmeltier alles träumt.
Aber auch Schnecken sind hochinteressante Tiere. Ich hätte nicht vermutet, dass so eine Weinbergschnecke bis zu 20 Jahre alt werden kann, 40.000 Zähnchen besitzt und Liebespfeile wären vielleicht manchmal auch praktisch 8-). Andererseits bist Du wirklich nicht im Schneckentempo unterwegs, da hat Margitte recht. Was gibt es bei Euch denn noch für einheimische Tiere? Ein flottes Kaninchen vielleicht?
Liebe Grüße Elke
Jaja, den Winter verschlafen und im Sommer fröhlich pfeifend durch die Bergwelt flitzen – sehr schön, so ein Murmeltierdasein!
Kaninchen wäre angesichts meiner mäßigen Sprintfähigkeiten nicht so passend … ich denke eher an Igel, Dachse oder ähnliches Getier, das mit kleinen schnellen Trippelschritten unterwegs ist. Mal schauen …
Liebe Grüße
Anne