Wasserbillig und Mertert sind zwei kleine Dörfchen kurz hinter der deutsch-luxemburgischen Grenze. Jeweils eine kleine Kirche, ein Stückchen Uferpromenade, in Wasserbillig sogar zwei, weil dort die Sauer in die Mosel fließt. Einige verwinkelte Sträßchen und Gässchen. Und viele, viele Tankstellen an der Straße, die beide Orte verbindet. Der Deutsche als solcher kennt die Orte eigentlich nur vom Tanken. Auch wenn das Preisniveau selbst in Luxemburg spürbar gestiegen ist, vor allem bei Diesel lohnt sich die Tour über die Grenze wohl immer noch.
Zum Kaffeekaufen lohnt sie sich preislich eigentlich nicht. Aber wenn die Strecke doch nun einmal so schön ist?! Und wenn es im Supermarkt doch den starken, leckeren belgischen Kaffee gibt und noch manch andere Spezialität, die in Deutschland nicht zu haben ist?! Dann kann man vor Beginn der Mittsommernacht auch noch mal kurz ins benachbarte Ausland, um die Vorratsschublade aufzufüllen. Zwei große starke Belgier, ein nicht ganz so starker – reiche Beute, aber auch nicht zu viel. So habe ich bald Anlass genug, die knapp 35 km lange Runde ein weiteres Mal zu strampeln.

