Irgendwie werden “Der TV bewegt” und ich nicht so richtig warm miteinander. Schuld ist zum einen der Job, der dem gemeinsamen Training in die Quere kommt. Vergangene Woche gab’s an Stelle des 4. Akts, „Turnstunde“, eine fiese Post-Tagungs-Kopfschmerzattacke, die ich in der Horizontalen auskurieren musste.
Schuld ist zum anderen das Wetter. Es ist einfach nur kaaalt! 7 Grad, Hagel, Regenschauer – da kostet es Überwindung, das Rad aus dem Keller zu holen und die 6 Kilometer bis zum Waldstadion zu strampeln.
Egal, geschwänzt wird nicht – schließlich steht „KA“ auf dem Programm. „Kraftausdauer“. Konkret: Treppenlaufen. Und Treppenlaufen mag ich! Wie ich in einem früheren Blogbeitrag erwähnte: Es ist nicht nur gut für die Kondition, sondern macht – angeblich! – auch einen schönen A###! Nicht dass ich mich ganz der Illusion hingäbe, dass da allzu viel zu retten wäre … es ist nur ein zarter Hauch von Hoffnung, der mich anweht.
Bevor wir aber nach einer lockeren Aufwärmrunde die Treppe rauf laufen dürfen, wird sie hinauf gehüpft. Beidbeinig von Stufe zu Stufe. Wer kann und will, hüpft im zweiten und dritten Durchgang einbeinig. Ich kann nicht. Ich will auch nicht. Ich kann ja kaum beidbeinig. Wieso? Keine Ahnung – k.A.! Koordination ist einfach nicht meins, bei mangelnder Konzentration geht dann gar nichts mehr. Da hilft nur eins: Üben! Irgendwie muss meinem Gehirn und meinen Gräten ja beizubringen sein, was sie tun sollen.
Dann Treppenlaufen. Viermal die halbe Treppe flott rauf und gehend wieder runter. Im Anschluss viermal wieder die halbe Treppe – und wer will, wetzt auch noch die zweite Hälfte rauf. Alle wollen. Nur können nicht alle. Das führt bei den ersten zwei Durchgängen dazu, dass ein Stau entsteht, weil manch einer vor den letzten Stufen kapitulieren muss. „Cheffe“ Michi kommt zum Ordnen – die letzten zwei Durchgänge klappen erheblich besser. Und Holger vom TV hat sichtlich Spaß daran, unseren Aufstieg fotografisch festzuhalten – obwohl er nur gemütlich in der Gegend herumsteht, während wir uns austoben dürfen!
Am Ende der kurzen, aber fordernden Einheit wird nicht gedehnt. Das wäre zu riskant für die beanspruchte Muskulatur. Aber Auslaufen ist natürlich Pflicht. Die Empfehlung, dazu ins Waldstadion zu gehen, entpuppt sich quasi als Einladung zu einer Schwimmeinheit – an einigen Stellen steht die Aschenbahn in ihrer ganzen Breite unter Wasser. Und beim Ausweichen auf den Rasen trete ich in Pfützen, die ich im dichten Gras nicht rechtzeitig sehe. Bäääh! Es geht zwar gerade so ohne Neo, aber meine GoreTex-Schuhe vermisse ich schon!
Feierabend! Ich hätte ja gern noch auf die designierten Halbmarathonis gewartet und Rainer persönlich Toitoitoi für seine Ultra-Premiere seinen Marathon am Sonntag gewünscht, aber es ist einfach zu kalt. Nix wie weg! Shirt wechseln, Regenhose über die 3/4-Tight, Jacke an. Dummerweise habe ich die dünne Mütze, die ich sonst unterm Helm trage, und die Handschuhe daheim gelassen. Wer ahnt schon, dass man Ende Mai auf dem Rad Winterklamotten brauchen könnte? Ich friere mir die Flossen ab, bis ich zuhause bin. 10 Minuten heiße Dusche, hinterher Wärmflasche und Wolldecke, dazu eine Extraportion Vitamin C+Zink. Wenn das mal gut geht …










































