Unterbeschäftigt

Morgennebel, verblühende Blumen auf dem Balkon, erste bunte Blätter – Sommer ade! Immerhin: Für je einen kurzen Abend- und Morgenlauf hat es in dieser Woche schon wieder gereicht. Welch Luxus! Allerdings laufe ich immer mit Vorsicht, denn meine Achillessehnen nörgeln ein bisschen. Nicht Überlastung, sondern Unterbeschäftigung scheint mir die Ursache. Wenn ich zu viel sitze und zu wenig laufe, machen sich Verspannungen in der hinteren Beinmuskulatur, vor allem in den Waden breit. Da muss wohl jemand wieder fleißiger dehnen, die Blackroll zum Einsatz bringen und die Treppenübung machen … :roll:

2014-10-02_SB

 

Gassi-gehende Gäule

Morgens Nebel. Und mittags Sonnenschein. So gehört sich das! Wenigstens ein Lauf muss noch in die ansonsten zu volle Woche passen. So mühe ich mich denn über die Höhen, nachdem ich zuvor ganz brav mein Kreuzchen für den/die von mir präferierte/n Oberbürgermeisterkandidat/in gemacht habe.

Oh weh! „Formschwäche“ muss man das wohl nennen. Einerseits laufe ich zwar viele Passagen recht schnell (eigentlich viel zu schnell). Andererseits schaffe ich die steilen Anstiege nur mit dem einen oder anderen Erholungs-Fotostopp. Und dass mich die beiden Mädels, die ihre Pferde auf dem Trail Gassi führen, zu einer Gehpause zwingen, weil die Hottehühs so nervös auf meine Annäherung reagieren, bedauere ich nur in Maßen.

Apropos Gassi-gehende Gäule: Kann mir ein pferde-erfahrener Mensch erklären, wozu das gut sein soll? Ich dachte immer, wenn man ein Pferd hält, ist es zum Reiten oder Kutsche-Ziehen da. Und wenn es sich „einfach nur so“ bewegen soll, lässt man es auf die Weide. Warum man es aber an der Leine über schmale Fußwege führt, leuchtet mir nicht ein.

2014-09-28_Herbst03Nun sollen die Pferdemädels von mir aus tun, was sie wollen – des Menschen Wille ja bekanntlich sein Himmelreich. Ob aber des Pferdes Himmelreich genau so aussieht wie das des Menschen, wage ich bezogen auf diese Spaziergänge zu bezweifeln.

Außerdem finde ich äußerst unerfreulich, dass die Tiere – siehe Gassi-Gehen! – die Wege gründlich volläpfeln. Bei trockenem Wetter kann man die Kotgebirge ja problemlos umlaufen. Aber bei längerem Regen gehen sie mit dem aufgeweichten Untergrund eine unerfreulich schmierige Allianz ein, die sich tief ins Profil der Laufschuhsohlen schmiegt und nur mit Bürste und viel fließendem Wasser zu entfernen ist. Und Pferdemistspritzer an den Socken und Unterschenkeln gehören auch nicht eben zum Appetitlichsten, das man sich so vorstellen kann.

2014-09-28_Herbst10Aber solche kleinen Kalamitäten sind halt „Natur“ und stören nicht weiter. Hauptsache mal wieder gelaufen! :-)

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Herbstanfang

Doch, ja, so langsam herbstet es, nicht nur kalendarisch, sondern auch sichtbar, fühlbar und riechbar. Mein Zeitplan ist leider immer noch nicht lockerer geworden. Und die Tatsache, dass ich dringend eine neue Mitarbeiterin brauche, aber nicht finde, trägt ebenso wenig zur Entspannung bei wie die „Funkstille“ seitens des Verlegers, der mir eigentlich längst die Druckfahnen für einen Tagungsband schicken wollte, oder die noch zu geringe Teilnehmerzahl bei unserer laufenden Internet-Studie. Davon, dass ich nächste Woche schon wieder verreisen „darf“, rede ich mal gar nicht weiter. :roll:

Stattdessen versuche ich mit meinen Kräften sparsam umzugehen. Statt heute Nachmittag mit ein paar hundert anderen durch den Hochwald zu rennen und mich mit einem Halbmarathon zu überfordern, jogge ich ein 10-Kilometer-Ründchen über die heimischen Höhen. Und dann versuche ich’s mal mit einem Mittagsschlaf, auch wenn es eigentlich eine Schande ist, bei den spätsommerlichen Temperaturen nicht draußen rumzuwirbeln. So gesehen muss ich mir fast wünschen, dass der schon für gestern angekündigte Regen nun endlich ankommt. 8-)

2014-09-20_Herbstanfang04

Auftanken

Freitag = freier Tag. Der war auch bitter, bitter nötig. Zum Auftanken, Rumtrödeln, Kraft schöpfen. Die Kraft fehlte vor allem körperlich – ein zaghafter Laufversuch endete nach 3.5 Kilometern kläglich mit dem Sammeln von Walnüssen und einem Spaziergang gen Heimat.

2014-09-14_Mariahof-Panorama Samstag Rumfaulenzen, wenige Erledigungen in der Stadt, ein schnell gebackener Kuchen, Besuch von Freundinnen. Und siehe da: Schlaf fehlt mir immer noch, kaputt fühle ich mich nach wie vor – aber heute früh ist wieder so was wie Lauflust da! 2014-09-14_PferdeAlso einfach mal los, die kleine Tiergartenrunde reicht ja. Obwohl: Das fühlt sich ok an, ich kann auch noch ein Stück bergauf laufen und dann umkehren. Ach, wenn ich schon halb oben bin, kann ich auch ganz hoch. Und nee, durch’s Dorf laufen mag ich nicht – lieber runter ins Tal und dann wieder hoch, um rüber nach Mariahof auf den Panoramaweg zu kommen. 11,5 Kilometer Auf und Ab … und all das gar nicht sooo angestrengt. :-)

2014-09-14_RebeIn der Luft vielerorts der Geruch vergorener Früchte – die Natur hat uns in diesem Jahr so reichlich beschenkt, dass (leider) viel Obst verdirbt, das niemand ernten kann oder will. Nur die Quitten nicht, wenigstens nicht alle, denn von denen konnte ich dann doch nicht meine Finger lassen. Nur ein kleiner Rucksack voll. Aus denen wurden per Dampfentsafter 4 Liter Saft. Mach 12 Gläser Quittengelee. Plus – mit gutem deutschem Doppelkorn gestreckt, mit Kandis gesüßt und mit Nelken und Zimtstange gewürzt – knapp 2,5 Liter Quittenlikör. In vier bis sechs Wochen heißt es dann: Prost! Auftanken der anderen Art … 8-)

 

Nothing seems impossible

2014-09-10_Running

Ich bin froh über jeden gelaufenen Meter, zu dem ich mich aufraffen konnte. 6.910 waren es immerhin gestern abend. Das Blöde ist ja, dass ich genau weiß, das mir das Laufen gerade jetzt besser tut als alles andere, selbst wenn’s unterwegs zäh und quälend ist. Aber auch wenn ich mal Zeit zum Laufen habe, fällt es mir momentan unglaublich schwer, den Sirenengesängen meines Sofas zu widerstehen oder den Computer runterzufahren und einfach loszurennen. Kennt ihr solche Phasen auch? :roll:

Guess where

Mal wieder beruflich auf Reisen – guess where! Kleiner Tipp: Schlechtes Essen, spartanische Unterkunft, schöner Campus, noch schönerer Landschaftspark nebenan. So hab ich doch wenigstens meine Laufsachen nicht umsonst mitgeschleppt.

2014-08-04_Leeds02

Aber dieser Mix aus mittelprächtigen Vorträgen in teils grauenhaftem Englisch, gepaart mit Geschleime und garniert mit verspäteten Flügen, der auf solchen Touren geboten wird, geht mir zunehmend auf den Wecker. Ich brauche immer länger, um mich davon zu erholen.

Entsprechend träge war ich am Wochenende. Nix mit langem Lauf, gerade mal zu ein bisschen Gartenarbeit und einer kleinen Joggingrunde hat’s gereicht. Und nein, auch wenn die Quitten noch so appetitlich aussehen, in diesem Jahr koch ich keine Marmelade mehr.

Ich hab auch so genug zu tun! Nicht wundern also, wenn es hier in den kommenden Wochen recht ruhig zugehen sollte.

Felsenpfad

Zeit zum Bildermachen und -einstellen muss sein. Zum Texten hab ich gerade keine Lust. Nur so viel: 13.5 km und 260 HM im Weißhauswald, erst auf der Forstautobahn, dann auf dem Felsenpfad mit Panoramablick und den Treppen hinunter nach Pallien.

2014-08-30_Weißhauswald09Die letzten anderthalb Kilometer Schlussspaziergang mit Bleibeinen. Akku leer. Zu wenig geschlafen, zu wenig gefrühstückt und nix zu trinken mitgehabt. Dafür aber viiiiel Grün erlebt. Wie August sieht das wirklich nicht aus. Und etliche Wanderer – der neue Moselsteig zieht sie an. Er ist ja nun auch wirklich schön.